Lexikon
CO2-Preis
Der CO2-Preis ist ein Aufschlag auf Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel, der den Ausstoß von Kohlendioxid verteuern und Anreize zum Umstieg setzen soll.
Foto: Skylar Kang / PexelsWas bedeutet CO2-Preis?
Der nationale CO2-Preis wurde mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) eingeführt. Unternehmen, die Brennstoffe in Verkehr bringen, müssen für die entstehenden Emissionen Zertifikate erwerben. Die Kosten geben sie an Verbraucher und Unternehmen weiter.
Das System ergänzt den europäischen Emissionshandel, der Industrie und Kraftwerke betrifft. Der nationale Preis erfasst vor allem Wärme und Verkehr.
Wie funktioniert CO2-Preis?
In den ersten Jahren galt ein fester Preis pro Tonne CO2, der stufenweise angehoben wurde. Später folgt ein Preiskorridor mit Versteigerung der Zertifikate. Den jeweils gültigen Wert finden Sie auf der Werte-Seite zum CO2-Preis.
Für Verbraucher wirkt der CO2-Preis über den Preis für Heizöl, Gas, Benzin und Diesel. Wie stark er sich bemerkbar macht, hängt vom Verbrauch ab. Wer weniger fossile Brennstoffe nutzt, zahlt weniger. Bei vermieteten Wohnungen teilen sich Mieter und Vermieter die Kosten nach einem Stufenmodell, das den energetischen Zustand des Gebäudes berücksichtigt.
Der Staat verwendet die Einnahmen für Klimaschutz und Entlastungen, zum Beispiel für die Förderung von Gebäudesanierung oder den Ausbau des Nahverkehrs.
Der Preis wirkt je nach Brennstoff unterschiedlich stark, weil sich der CO2-Ausstoß zwischen Gas, Öl, Benzin und Diesel unterscheidet. Pro Liter Heizöl oder Kubikmeter Gas fällt daher eine andere Summe an. Entscheidend ist, wie viel Sie verbrauchen.
Beispiel
Eine Familie heizt mit Erdgas. Auf ihrer Jahresabrechnung weist der Versorger die CO2-Kosten gesondert aus. Sie sind ein Teil des Gaspreises. Bei steigendem CO2-Preis wird die Rechnung bei gleichem Verbrauch höher, es sei denn, Preise an anderer Stelle sinken.
Die Bundesregierung hat mehrfach Entlastungen diskutiert, etwa über einen Klimabonus oder über die Förderung von Wärmepumpen. Welche davon beschlossen oder nur geplant sind, steht jeweils mit Status in der Änderungen-Datenbank.
Was Sie beachten sollten
- Achten Sie auf die Ausweisung des CO2-Preises in Abrechnungen. Sie sehen so, welchen Anteil er hat.
- Mieter haben Anspruch auf eine Aufteilung der CO2-Kosten, wenn die Wohnung vermietet ist.
- Sanierung und Heizungstausch senken langfristig die Belastung.
- Prüfen Sie Förderprogramme für Heizungstausch und Dämmung.
Häufige Fragen
Wer zahlt den CO2-Preis?
Zunächst die Inverkehrbringer von Brennstoffen, praktisch aber Verbraucher und Unternehmen über die Energiepreise.
Wann ändert sich der CO2-Preis?
Nach dem gesetzlichen Stufenplan, in der Regel zum Jahreswechsel. Die Termine stehen auf der Werte-Seite.
Zahlt der Vermieter mit?
Ja, die Kosten werden nach dem Stufenmodell zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt.