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Entgeltpunkte
Entgeltpunkte messen, wie viel Rentenanspruch Sie mit Ihren Beiträgen erwerben: Ein Entgeltpunkt entspricht einem Jahr mit durchschnittlichem Verdienst aller Versicherten.
Foto: SHVETS production / PexelsWas bedeutet Entgeltpunkte?
Die gesetzliche Rente richtet sich nach der Höhe der Beiträge, die Sie während Ihres Berufslebens eingezahlt haben. Damit Löhne aus verschiedenen Jahrzehnten vergleichbar werden, rechnet die Rentenversicherung Ihr Entgelt in Entgeltpunkte um. Grundlage sind die §§ 63 ff. SGB VI.
Die Rechnung ist einfach: Ihr beitragspflichtiges Jahresentgelt wird durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten des Jahres geteilt. Verdienen Sie genau den Durchschnitt, erhalten Sie für dieses Jahr einen Entgeltpunkt. Verdienen Sie die Hälfte, erhalten Sie einen halben, verdienen Sie das Anderthalbfache, anderthalb Entgeltpunkte.
Neben Arbeit können auch andere Zeiten Entgeltpunkte bringen, zum Beispiel Kindererziehungszeiten, Pflegezeiten oder Zeiten des Wehrdienstes.
Wie funktioniert Entgeltpunkte?
Alle Entgeltpunkte eines Versicherungslebens werden addiert. In der Rentenformel werden sie mit dem Zugangsfaktor, dem Rentenartfaktor und dem aktuellen Rentenwert multipliziert. Der Rentenwert wandelt den abstrakten Punktestand in Euro um. So entsteht die Monatsrente.
Bei hohen Einkommen deckelt die Beitragsbemessungsgrenze die Punkte: Über der Grenze liegender Verdienst bringt keine weiteren Entgeltpunkte. Deshalb kann niemand pro Jahr beliebig viele Punkte sammeln.
Ihre bisher erworbenen Entgeltpunkte finden Sie in der jährlichen Renteninformation, die die Rentenversicherung verschickt. Auf dem Kontospiegel sehen Sie Ihre Zeiten im Detail. Prüfen Sie, ob Zeiten fehlen oder falsch erfasst sind.
Auf der Werte-Seite zum Rentenwert sehen Sie, wie viel ein Entgeltpunkt wert ist.
Beispiel
Eine Angestellte verdient über viele Jahre etwa so viel wie der Durchschnitt. Sie sammelt pro Jahr ungefähr einen Entgeltpunkt. Nach vierzig Jahren hat sie also etwa vierzig Punkte. Ihr Mann arbeitet in Teilzeit und kommt auf weniger Punkte pro Jahr. Seine Rente fällt daher geringer aus.
Was Sie beachten sollten
- Lassen Sie Ihr Versicherungskonto prüfen, vor allem bei Lücken oder Ausbildungszeiten.
- Kindererziehungszeiten werden anerkannt. Melden Sie sie, wenn sie fehlen.
- Mehr Entgeltpunkte bedeuten höhere Rente, auch bei gleichem Rentenwert.
- Die Entgeltpunkte allein nennen noch keinen Betrag. Entscheidend ist der Rentenwert zum Rentenbeginn.
Häufige Fragen
Wie viele Entgeltpunkte bekomme ich pro Jahr?
Das hängt von Ihrem Verdienst im Verhältnis zum Durchschnitt ab, bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Wo sehe ich meinen Stand?
In der Renteninformation und im Online-Konto der Deutschen Rentenversicherung.
Zählen Kindererziehungszeiten?
Ja, sie werden mit Entgeltpunkten bewertet.