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Elterngeld
Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung für Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes ihre Arbeitszeit reduzieren oder pausieren.
Foto: Sasha Kim / PexelsWas bedeutet Elterngeld?
Elterngeld ersetzt einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens, wenn Mutter oder Vater sich nach der Geburt um das Kind kümmern. Die Grundlage ist das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG). Anspruch haben Eltern, die ihr Kind selbst betreuen, nicht oder höchstens in Teilzeit arbeiten und ihren Wohnsitz in Deutschland haben.
Es gibt drei Varianten: Basiselterngeld, ElterngeldPlus und den Partnerschaftsbonus. Wer sie nutzt, kann Lebenssituation und Teilzeitwünsche flexibel kombinieren.
Ein höheres Einkommen führt nicht automatisch zu einem Wegfall. Allerdings sieht das Gesetz eine Einkommensgrenze vor, ab der kein Anspruch mehr besteht. Den aktuellen Stand finden Sie in der Änderungen-Datenbank.
Wie funktioniert Elterngeld?
Das Basiselterngeld wird für bis zu zwölf Lebensmonate des Kindes gezahlt, mit zwei weiteren Partnermonaten, wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen. Die Höhe richtet sich nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt. Es gibt einen Mindest- und einen Höchstbetrag, die Sie auf der Werte-Seite zum Elterngeld sehen.
ElterngeldPlus ist halb so hoch, wird aber doppelt so lange gezahlt. Es passt besonders, wenn Eltern in Teilzeit weiterarbeiten. Beim Partnerschaftsbonus erhalten Eltern zusätzliche Monate, wenn beide parallel in Teilzeit arbeiten.
Beantragt wird das Elterngeld bei der zuständigen Elterngeldstelle des Bundeslandes, meist online. Die Zahlung gibt es rückwirkend nur für die letzten drei Monate vor Antragseingang. Eltern sollten den Antrag daher bald nach der Geburt stellen.
Beispiel
Eine Angestellte und ihr Partner planen die Betreuung ihres Kindes. Sie nimmt Elternzeit und bezieht Basiselterngeld, er arbeitet in Teilzeit und bezieht ElterngeldPlus. Zusammen können sie die Monate so aufteilen, dass das Familieneinkommen nie komplett wegbricht.
Was Sie beachten sollten
- Reichen Sie den Antrag früh ein, damit keine Monate verfallen.
- Einnahmen während des Elterngeldbezugs können das Elterngeld mindern. Planen Sie Teilzeit sorgfältig.
- Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das kann die Steuer auf andere Einkünfte erhöhen.
- Regeln und Höchstbeträge werden vom Gesetzgeber geändert. Achten Sie auf das Datum und den Status einer Änderung.
Häufige Fragen
Wer bekommt Elterngeld?
Eltern, die nach der Geburt ihr Kind betreuen und nicht mehr als in Teilzeit arbeiten, mit Wohnsitz in Deutschland.
Was ist der Unterschied zwischen Elterngeld und Elternzeit?
Elterngeld ist eine Zahlung, Elternzeit der arbeitsrechtliche Anspruch auf Freistellung.
Wo beantrage ich Elterngeld?
Bei der Elterngeldstelle Ihres Bundeslandes bzw. Ihrer Kommune, meist digital.