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Monatsübersicht

Was ändert sich im Januar 2026?

Wer den Januar 2026 im Blick behalten will, findet hier 27 dokumentierte Änderungen mit Stichtag.

Aktualisiert am · Redaktion German Update

Verschneite kahle Bäume im Gegenlicht der tiefstehenden WintersonneFoto: Наташа Нирамайя / Pexels

Zahlen im Überblick

  • 27 belegte Änderungen im Januar 2026, verteilt auf 11 Bereiche.
  • Der erste Stichtag ist der 1. Januar 2026, der letzte der 19. Januar 2026.
  • Die meisten Änderungen betreffen Rente, Steuern, Bildung und Mobilität.

Zeitleiste Januar 2026

  1. Januar 202627 Änderungen
    • Aktivrente: bis zu 2.000 € im Monat steuerfrei
    • BAföG: Minijob bis 603 € wird nicht angerechnet
    • CO₂-Preis: Korridor von 55 bis 65 € je Tonne
    • und 24 weitere

Alle Änderungen im Januar 2026

27 von 27 Änderungen

StichtagÄnderungBereichStatusQuelle
Januar 2026 27 Monatsübersicht
Aktivrente: bis zu 2.000 € im Monat steuerfreiWer nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, kann bis zu 2.000 € monatlich steuerfrei hinzuverdienen.
Details

Die Aktivrente gilt für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Sie wirkt über die Lohnabrechnung; der Arbeitgeber setzt den Freibetrag an. Selbstständige sind nicht erfasst.

Betrifft: Rentner und Arbeitnehmer

RentegiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
BAföG: Minijob bis 603 € wird nicht angerechnetVerdienst aus einem Minijob bis 603 € im Monat bleibt beim BAföG außen vor.
Details

Die Grenze folgt der Minijob-Obergrenze. So können Geförderte neben dem BAföG mehr hinzuverdienen. Geben Sie Einkommen weiterhin im Antrag an.

Betrifft: Studierende und Azubis und Minijobber

BildunggiltStudierendenwerke: Übersicht gesetzliche Änderungen 2026
CO₂-Preis: Korridor von 55 bis 65 € je TonneDer nationale CO₂-Preis wird 2026 versteigert und bewegt sich zwischen 55 und 65 € je Tonne.
Details

Der Preis wirkt auf Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas. Er schlägt sich in den Preisen an Tankstelle und Heizkostenabrechnung nieder. 2025 lag der Festpreis bei 55 €.

Betrifft: Autofahrer, Mieter und Eigentümer und Verbraucher

EnergiegiltBrennstoffemissionshandelsgesetz § 10
Deutschlandticket kostet 63 €Das Deutschlandticket kostet seit Januar 2026 monatlich 63 €.
Details

Bund und Länder zahlen bis 2030 jeweils 1,5 Mrd. € pro Jahr zur Finanzierung. Das Abo ist weiterhin monatlich kündbar. Für Januar 2027 ist ein höherer Preis beschlossen.

Betrifft: Verbraucher, Arbeitnehmer, Studierende und Azubis und Autofahrer

MobilitätgiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag steigt auf 2,9 %Das Bundesgesundheitsministerium hat den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2026 auf 2,9 % festgelegt.
Details

Der Wert ist eine Rechengröße; jede Kasse bestimmt ihren eigenen Satz. Erhöht Ihre Kasse den Zusatzbeitrag, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Rentner spüren höhere Beiträge erst ab März.

Betrifft: Arbeitnehmer und Rentner

GesundheitgiltBundesanzeiger: Bekanntmachung durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz 2026
E-Zigaretten kostenlos zurückgebenAusgediente E-Zigaretten können überall dort abgegeben werden, wo sie verkauft werden.
Details

Händler von Einweg-E-Zigaretten müssen alte Geräte zurücknehmen, unabhängig vom Kaufort. Das soll Brände in Müllfahrzeugen und Verluste wertvoller Rohstoffe verringern.

Betrifft: Verbraucher

VerbrauchergiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Erwerbsminderungsrente: höhere HinzuverdienstgrenzenBezieher einer Erwerbsminderungsrente dürfen 2026 mehr hinzuverdienen.
Details

Bei voller Erwerbsminderung liegt die Grenze bei rund 20.700 € im Jahr, bei teilweiser Erwerbsminderung bei rund 41.500 €. Die Zurechnungszeit verlängert sich um einen Monat. Melden Sie Einkommen vorab Ihrem Rentenversicherungsträger.

Betrifft: Rentner und Arbeitnehmer

RentegiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Freiwillige Rentenversicherung: höhere BeitragsgrenzenDer Mindestbeitrag steigt 2026 auf 112,16 €, der Höchstbeitrag auf 1.571,70 € im Monat.
Details

Freiwillig Versicherte zahlen innerhalb dieser Spanne selbst gewählte Beiträge. Wer nur den Mindestbeitrag zahlt, sollte prüfen, ob sich eine Anhebung für die Rente lohnt.

Betrifft: Selbstständige und Arbeitnehmer

RentegiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Gasspeicherumlage entfälltSeit Januar 2026 wird keine Gasspeicherumlage mehr erhoben.
Details

Die Entlastung muss von den Gasversorgern an die Kunden weitergegeben werden; die Weitergabe wird überwacht. Prüfen Sie Ihre nächste Abrechnung auf die Position.

Betrifft: Mieter und Eigentümer und Verbraucher

EnergiegiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Grundfreibetrag steigt auf 12.348 €Bis 12.348 € zu versteuerndem Einkommen im Jahr fällt keine Einkommensteuer an.
Details

Der Grundfreibetrag wirkt in der Steuererklärung automatisch. Bei Zusammenveranlagung von Ehepaaren verdoppelt er sich. Er erhöht auch den Spielraum bei der Lohnsteuer; Arbeitgeber berücksichtigen den neuen Wert in der Lohnabrechnung.

Betrifft: Arbeitnehmer, Rentner, Selbstständige und Familien

SteuerngiltEinkommensteuergesetz § 32a
Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos verlängertNeu zugelassene reine Elektroautos bleiben länger von der Kfz-Steuer befreit.
Details

Die Befreiung gilt für Erstzulassungen bis Ende 2030 und läuft bis zu zehn Jahre. Voraussetzung ist ein reiner Elektroantrieb. Die Befreiung gewährt das Hauptzollamt automatisch.

Betrifft: Autofahrer

MobilitätgiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Kinderfreibetrag steigt auf 3.414 € je ElternteilDer Kinderfreibetrag beträgt 2026 je Elternteil 3.414 €, dazu kommt der Betreuungsfreibetrag von 1.464 €.
Details

Das Finanzamt prüft bei der Steuererklärung automatisch, ob Kindergeld oder Freibetrag günstiger ist. Für beide Eltern zusammen ergeben sich 9.756 € je Kind. Eine Extra-Angabe ist nur nötig, wenn das Kind nicht bei beiden Eltern gemeldet ist.

Betrifft: Familien

SteuerngiltEinkommensteuergesetz § 32 Abs. 6
Kindergeld steigt auf 259 €Das Kindergeld beträgt seit Januar 2026 monatlich 259 € je Kind.
Details

Das sind 4 € mehr als im Vorjahr. Die Erhöhung wird automatisch ausgezahlt, ein neuer Antrag ist nicht nötig. Für 2027 liegt ein Kabinettsentwurf mit 267 € vor.

Betrifft: Familien

FamiliegiltEinkommensteuergesetz § 66
Kranken- und Pflegeversicherung: Beitragsbemessungsgrenze 5.812,50 €Bis 5.812,50 € Monatseinkommen werden Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge erhoben.
Details

Die Grenze steigt von 5.512,50 € und belastet Besserverdienende mit höheren Höchstbeiträgen. Die Versicherungspflichtgrenze liegt 2026 bei 77.400 € im Jahr; darüber ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich.

Betrifft: Arbeitnehmer und Selbstständige

GesundheitgiltDeutsche Rentenversicherung: Rechengrößen 2026/2027
Künstlersozialabgabe sinkt auf 4,9 %Der Abgabesatz für Unternehmen, die Künstler und Publizisten beauftragen, sinkt 2026 von 5,0 auf 4,9 %.
Details

Betroffen sind Verwerter wie Agenturen, Verlage und Unternehmen mit Werbeaufträgen. Rund 190.000 Künstler und Publizisten sind über die Künstlersozialkasse versichert. Prüfen Sie, ob Ihr Betrieb meldepflichtig ist.

Betrifft: Selbstständige

SozialesgiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Mindestausbildungsvergütung: 724 € im ersten LehrjahrWer 2026 eine Ausbildung beginnt, hat Anspruch auf mindestens 724 € im Monat.
Details

Die Mindestvergütung für das erste Ausbildungsjahr steigt von 682 € auf 724 €. Im zweiten bis vierten Jahr gibt es Aufschläge (854 €, 977 €, 1.014 €). Tarifverträge dürfen abweichen. Prüfen Sie Ihren Ausbildungsvertrag, wenn die Vergütung darunter liegt.

Betrifft: Studierende und Azubis

BildunggiltBekanntmachung zur Mindestausbildungsvergütung 2026
Mindestlohn steigt auf 13,90 €Seit 1. Januar 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € brutto je Stunde.
Details

Der Satz steigt von 12,82 € auf 13,90 €. Er gilt für fast alle Beschäftigten, auch für Minijobber. Prüfen Sie Ihre Lohnabrechnung: Liegt der Stundenlohn darunter, besteht Anspruch auf Nachzahlung. Für Januar 2027 ist bereits die nächste Stufe auf 14,60 € festgelegt.

Betrifft: Arbeitnehmer und Minijobber

ArbeitgiltFünfte Mindestlohnanpassungsverordnung
Minijob-Grenze steigt auf 603 €Wer regelmäßig bis zu 603 € im Monat verdient, bleibt im Minijob.
Details

Die Grenze folgt dem Mindestlohn: Mindestlohn mal 130 geteilt durch 3. Bei 13,90 € ergibt das rund 602 €, aufgerundet 603 €. Der Übergangsbereich (Midijob) beginnt entsprechend bei 603,01 €. Arbeitgeber sollten Verträge mit festem Monatslohn auf die neue Grenze prüfen.

Betrifft: Minijobber, Arbeitnehmer und Studierende und Azubis

ArbeitgiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Neuer Wehrdienst: Fragebogen für 18-JährigeSeit 2026 erhalten alle 18-Jährigen einen Fragebogen zur Bereitschaft für den Wehrdienst.
Details

Männer müssen den Bogen ausfüllen, Frauen können es freiwillig tun. Das Gesetz trat am 1. Januar 2026 in Kraft; die Fragebögen sollten ab Mitte Januar verschickt werden. Die Musterung beginnt für Männer des Jahrgangs 2008.

Betrifft: Studierende und Azubis und Familien

BildunggiltBundesregierung: Fragen und Antworten zum neuen Wehrdienst
Neurenten: 84 % der Rente sind steuerpflichtigWer 2026 in Rente geht, muss 84 % der Bruttorente versteuern.
Details

Der steuerpflichtige Anteil steigt für jeden neuen Rentenjahrgang um 0,5 Prozentpunkte; für 2027 sind es 84,5 %. Der Anteil bleibt für die gesamte Laufzeit der Rente fest. Ob Steuern anfallen, hängt weiter vom Grundfreibetrag und Ihrem übrigen Einkommen ab.

Betrifft: Rentner

SteuerngiltEinkommensteuergesetz § 22
Pendlerpauschale: 38 Cent ab dem ersten KilometerDie Entfernungspauschale beträgt dauerhaft 0,38 € je Kilometer, auch für die ersten 20 Kilometer.
Details

Bisher galt der höhere Satz erst ab dem 21. Kilometer. Sie tragen die einfache Entfernung zur ersten Tätigkeitsstätte in der Anlage N ein. Die Pauschale gilt unabhängig vom Verkehrsmittel.

Betrifft: Arbeitnehmer und Autofahrer

SteuerngiltEinkommensteuergesetz § 9 Abs. 1 Nr. 4
Regelsätze bleiben unverändertAlleinstehende erhalten 2026 weiterhin 563 € Regelsatz im Monat.
Details

Für Bürgergeld und Sozialhilfe gibt es keine Erhöhung. Auch die übrigen Regelbedarfsstufen bleiben gleich (zum Beispiel 506 € für Partner und 357 € für Kinder bis fünf Jahre). Leistungsbezieher müssen deshalb nichts beantragen.

Betrifft: Familien und Verbraucher

SozialesgiltRegelbedarfsstufen-Fortschreibungsverordnung 2026
Rentenniveau bleibt bei 48 %Das Rentenpaket 2025 sichert das Rentenniveau bis 2031 bei 48 %.
Details

Die sogenannte Haltelinie verhindert, dass die Renten im Verhältnis zu den Löhnen weiter absinken. Zum Paket gehört auch die Ausweitung der Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder.

Betrifft: Rentner und Arbeitnehmer

RentegiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Rentenversicherung: Beitragsbemessungsgrenze 8.450 €Bis 8.450 € Monatsverdienst fallen Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung an.
Details

Die Grenze steigt auf 101.400 € im Jahr. Wer darüber verdient, zahlt auf den übersteigenden Teil keine zusätzlichen Beiträge. Die knappschaftliche Rentenversicherung hat eine eigene Grenze von 10.400 € im Monat.

Betrifft: Arbeitnehmer und Selbstständige

RentegiltSozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026
Speisen in der Gastronomie: 7 % UmsatzsteuerFür Speisen in Restaurants und Cafés gilt seit Januar 2026 der ermäßigte Satz von 7 %.
Details

Gastronomen können den Steuervorteil an Gäste weitergeben, müssen es aber nicht. Getränke sind nicht betroffen. Betriebe sollten Kassensysteme und Speisekarten auf die neuen Preise einstellen.

Betrifft: Verbraucher und Selbstständige

SteuerngiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026
Bleileitungen im Trinkwasser sind verbotenTrinkwasserleitungen dürfen seit 12. Januar 2026 nicht mehr aus Blei bestehen.
Details

Eigentümer müssen verbliebene Bleileitungen austauschen. Der Grenzwert für Blei im Trinkwasser liegt bei 0,01 mg pro Liter. Mieter können beim Vermieter nachfragen, ob das Haus betroffen ist.

Betrifft: Mieter und Eigentümer

WohnengiltBundesregierung: Neuregelungen im Februar 2026
Führerschein-Umtausch: Frist für Ausstellungsjahre 1999 bis 2001Wer einen Kartenführerschein aus den Jahren 1999 bis 2001 besitzt, musste ihn bis 19. Januar 2026 umtauschen.
Details

Neue Führerscheine sind auf 15 Jahre befristet. Für spätere Ausstellungsjahre gelten gestaffelte Fristen. Den Umtausch beantragen Sie bei der Führerscheinstelle Ihrer Gemeinde.

Betrifft: Autofahrer

MobilitätgiltBundesregierung: Neuregelungen im Januar 2026

Wen betrifft das?

Betroffene Werte

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